“Beim Bezahlen im Ausland ist nur Bares wahres”. Naja kann ich dazu nur sagen.  Das ist nicht so richtig und wir haben auch schon einige andere Erfahrungen machen dürfen.
Je nachdem in welches Land man auswandern will, muss man sich auch mit einer neuen Währung zurecht finden. Klar gibt es Umrechnungskurse und Wechselstuben. Da kann man ja auch hingehen, aber wenn man in einer Touristregion lebt, dann kann man da auch schnell mal über den Tisch gezogen werden. Auch das nur am Rande.

Wenn man auswandert, sollte man sich sehr schnell ein Konto in diesem Land zulegen. Dort kann man dann immer in der Landeswährung zahlen und auch Geld abheben. Wer ein deutsches Konto hat und behalten will, sollte Online-Banking haben, dass er sich das Geld immer überweisen kann. Holt man sich das Geld in bar immer vom deutschen Konto, dann kann das sehr schnell teuer werden.

Aus eigener Erfahrung kostet mich jede Bargeldabhebung vom deutschen Konto 6 Euro Gebühren und alles was über einen gewissen Geldbetrag bei einer Abhebung geht bis 8 Euro. Diese Kosten sollte man bereits in Deutschland bei der Bank erfragen, dass man keine böse Überraschung erlebt. Wichtig ist auch, dass man mit der deutschen Karte überhaupt Geld im Ausland holen kann. Bei manchen Banken ist das nicht selbstverständlich und auch das sollte geklärt sein. Behält man das Konto auf Dauer, dann muss die Bank auch wissen, wo man hingezogen ist, denn nur so kann man dann auch alles Post von der Bank erhalten. Besonders dann ist es notwendig, wenn die Gültigkeit der Karte ausläuft und eine neue versendet werden muss.




Möchte man dann in der neuen Heimat ein Konto eröffnen, dann läuft das nicht viel anders ab als in Deutschland. Man geht mit seinen Unterlagen in eine Filiale. Ab und an kann es nötig werden, dass man einen Termin vereinbaren muss, weil nicht an jedem Tag ein zuständiger Mitarbeiter zugegen ist.

Mit dem gültigen Ausweis, einem Steuerbescheid und vor allem einem aktuellen Nachweis, dass man monatlich Geld erhält muss man sich an der Bank einfinden. Dort wird man dann durch einen Mitarbeiter durch den Antrag geführt und eröffnet sein Konto.
Wichtig ist auch, dass viele Länder einen Wohnsitznachweis verlangen. In einigen Ländern, wie Frankreich besteht keine Meldepflicht. Also muss man einen aktuellen Nachweis erbringen. Dazu reicht meistens die Stromrechnung aus, die auf den eigenen Namen läuft. Tut sie das nicht, dann muss der Anschlussnehmer eine Attestation d´hérbergement ausstellen und bestätigen, dass man dort wohnt. Das ist nicht in jedem Land üblich, aber es kann notwendig werden.

Wenn man dann sein Konto hat läuft alles wie bei einem normalen Konto auch. Nur hier in Frankreich zum Beispiel kosten mich weder Zahlungen mit der Karte noch Abhebungen an Fremdbanken einen Cent. Das ist sehr praktisch. Dafür werden erhebliche Gebühren fällig, wenn man eine Überweisung machen lässt.
In Frankreich ist es üblich, dass man keine klassische EC-Karte sondern eine Visa bekommt. Auch Schecks sind hier noch gern gesehen. In manchen Geschäften kann man gar nicht in bar bezahlen. Auch online zahlt man meist mit der Visa, da Pay Pal noch nicht überall verfügbar ist. Aber zumeist ist man auch noch mit Bargeld gut bedient.

Dafür kann man aber auch jeden großen Einkauf auch auf dem Wochenmarkt mit der Karte bezahlen und auch Parktickets können so gezahlt werden. Desweiteren sind auch Bezahldienste wie Mobile Payment sehr belibt, teilweise kann man hier sogar im Kiosk oder auf dem Flohmakrt mit Karte oder per NFC bezahlt werden .

Mit der Erweiterung der Zahlungsmöglichkeiten weltweit, ist Bargeld immer weniger das Mittel ersten Wahl und dementsprechend sollte man sich auch informieren, welche Zahlarten im neuen Heimatland bevorzugt sind. Viele Ärzte nehmen nur Schecks oder die Kartenzahlung an. Man kann seine Gebühren gar nicht mit Bargeld begleichen. Von daher sollte man sich immer sehr gut informieren, was einen erwartet, damit man dann nicht auf einmal im Regen steht.

Dank der SEPA-Überweisung ist auch das transferieren des Geldes vom deutschen Konto kein Aufwand mehr und kann schnell und kostengünstig gemacht werden.
Also keine Angst, Geld bekommt man immer und auch bezahlen kann man immer, es ist nur wichtig, dass man weiß, was zu tun ist.



Du liest den Beitrag: Bezahlen im Ausland – Was ist möglich? // Mit den hier angezeigten Werbebannern und links könnt ihr uns untersützen.