Wenn man wie wir auswandert ohne viel Kapital oder Plan, dann sollte man sich darauf gefasst machen, dass man auch mal schnell erfinderisch sein muss. Im Osten nannte man das aus Sch***sse Bonbons machen. Wir waren ja nun ganz lustig und sind ausgewandert als ich hochschwanger war.

Bereits in Deutschland hatte ich mich um den ersten Teil der Babyausstattung gekümmert, aber als Neumama kann man ja nie genug haben. Dabei hatte ich ja nicht mal das Problem, dass es sich um ein Bett handelte oder um was zum Anziehen. Nein, es war ein Wickeltisch. Mama hatte nicht daran gedacht, dass wir auch so einen brauchten.

Da ich die örtlichen Gegebenheiten in unserem neuen Zuhause schon kannte, wollte ich eine schöne Wickelecke für meine Prinzessin machen. Aber ohne Wickelkommode und nur mit kleinem Budget? War nicht so einfach. Denn was mir hätte gefallen können hat ein Vermögen gekostet und wenn man etwas gebraucht kaufen wollte, dann sah es auch aus wie vor hundert Jahren.

Gut, was tun? Wir hatten noch einen Computerschreibtisch, der zum Arbeiten eh zu klein war. Kurzerhand habe ich da ein bisschen was geändert. Ich habe aus einem alten Wohnwagen, der bei uns auf dem Gelände stand, einen Tisch ausgebaut. Der war recht groß und kam mit Winkeln und einem Holzstamm als Fuß an die Wand. Schreibtisch fertig. Aus dem eigentlichen Schreibtisch nahm ich den Einschub für die Tatstatur heraus und habe den unter der Tischplatte befestigt und zusätzlich mit der Wand verbunden. Ein langer und schmaler Wickeltisch war geboren. Stabil und mit viel Stauraum darunter. Der ist heute noch in Benutzung, weil ich mich nur schlecht von ihm trennen kann.




Aber auch andere Do it yourself- Tipss können dann helfen. Wenn man zwar sehr schön wohnt, aber der Schnitt der Räume nicht passt für die klassischen Möbel, die man kaufen kann, dann sollte man sie einfach selber machen. Kurzerhand habe ich Regale geteilt oder einfach nur Bretter an die Wand gemacht, die noch immer der Kleiderschrank sind. Sieht nicht schlecht aus und passt auf den Zentimeter genau.

Not macht erfinderisch und wenn einem die Farbe nicht gefällt, dann streicht man einfach um. So kann man sehr günstig das eigene neue Zuhause wohnlich gestalten und muss sich dafür auch nicht im Möbelhaus abplagen. Kleinmöbel sollte man dann aber auch im Möbelhaus oder im Angebot mitnehmen, weil sie schnell aufzubauen und auch schnell zu verstellen sind. Sie sind dann die flexible Komponente.Ein Tipp für Frankreich geht zu Conforama

Viel Spaß bei Do it Youself und wem die Ideen fehlen: Lauft mal bei euch herum und stellt auch mal alle Dinge vor, die man zweckentfremden könnte. Natürlich gibt es auch online sehr viele Ideen und Anleitungen, die einen inspirieren können. Wagt Experimente, das macht es noch viel spannender 😊

Falls ihr noch mehr Ideen zum Thema Do it Yourself sucht oder einfach daran interesse habt dann schaut bei unserer Freundin Melanie und Ihren Blog touche–a–tout.blogspot.fr vorbei es lohnt sich 🙂

 

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