Wenn man ins Ausland geht, dann hat man seine Vorstellungen, wie mal alles werden soll. Das bedeutet aber auch, dass man viel erledigen muss. Wie soll da ein Lebensgefühl aufkommen? Man sollte die Einstellung des Landes nutzen und auf sich übergehen lassen. Hauptsache, dass es gemacht wird.

Wenn man ankommt, dann ist das erste, dass die Wohnung eigentlich schon am Abend eingerichtet sein soll. Warum? Kartons essen nicht mit vom Tisch und der Schrank weint nicht, wenn die Bücher erst in einer Woche darin stehen. Das Letzte was man haben sollte ist Stress.

Man muss selbst einschätzen, was am Wichtigsten ist. Dabei ist es nicht wichtig, wie der Boden aussieht oder ob im Auto noch eine Jacke liegt. Die kann man holen, wenn man ans Auto geht. Auch das Ummelden der Adressen ist nicht das erste, was man machen muss. Die meisten haben einen Nachsendeauftrag, der eine bestimmte Zeit dauert. In dieser Zeit kann man alles noch ummelden.

Man sollte sich die ersten Tage mit der neuen Heimat beschäftigen. Wichtige Plätze finden. Die nächste Stadt, eine Apotheke, ein Geschäft und Ärzte. Dann ist alles im Notfall gesichert. Mehr braucht man nicht.

Man kann sich gern beim Bürgermeister vorstellen, aber das muss nicht am gleichen Tag passieren. Man kann auch erstmal auf die Couch gehen und fernsehn schauen. Wenn man angekommen ist, dann hat man alle Zeit der Welt. Wer was von einem will, kommt selbst oder man bekommt ein Schreiben in dem ein Zeitraum genannt wird, wo man etwas machen muss. Dann hat man auch noch Zeit.

Hektik und Stress sind nicht gut, wenn man auswandert, weil Fehler passieren können, die sich dann lang hinziehen und die man auch noch ausbügeln muss. Man sollte es einfach machen.

Man setzt sich in einer ruhigen Minute hin und überlegt, was gemacht werden muss. Dann sollte eine Liste gemacht werden, wo drauf steht, was am Wichtigsten ist. Dabei kann ein eigenes Bedürfnis sein oder aber auch eine Verpflichtung, die erledigt werden muss. Dies arbeitet man dann der Reihe nach ab. Wenn bestimmte Dinge kombiniert werden können, dann sollte man das auch machen. Aber nicht alles anfangen und dann nicht weiterführen.

Einem wird die Liste lang vorkommen und scheint, als würde sie kein Ende nehmen. Aber wenn man es nach und nach, gründlich und in Ruhe macht, ohne, dass man sich selbst vergisst, dann ist man erstaunt, wie schnell doch alles ging.

Wichtig ist, dass nichts aufgeschoben wird. Wenn man es sich vorgenommen hat, dann muss es auch gemacht werden. Aufschieben ist keine Lösung und macht nur noch mehr Stress. Stehen bereits Termine fest, dann sollte man sie auch einhalten. Kann man schon von Deutschland aus etwas regeln, dann kann man das auch da schon gemacht haben. Umso weniger hat man zu tun und umso mehr Zeit hat man, dass man ankommen kann.

Setzt euch nie unter Druck und macht alles gründlich. Erspart euch Zeit und Fehler. Haltet euch an euren Plan. Das bekommt euch am besten und vergesst nicht, dass ihr auch was erleben sollt und wollt. Eine neue Heimat bietet vieles, was man entdecken kann. Mit einem guten Plan kann man alles unter einen Hut bringen ohne dabei verrückt zu werden.

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