Auswandern für Anfänger

Auswandern kann so einfach sein

Lustiges über Müll- und andere Gebühren oder Nebenkosten im Ausland

Schon GEZahlt? Ja es ist wirklich amüsant, wenn man mal schaut, was man alles an Gebühren in Deutschland zahlen darf. Nicht, dass es die in anderen Ländern nicht auch geben würde, aber es wird echt spaßig, wenn man das mit dem nötigen Abstand betrachtet.

Müllgebühren

Wir haben ja nun in Ostdeutschland gewohnt. Und da war es echt spannend, was man da allein für Müll bezahlen musste. Eine durchschnittliche Mülltonne lag zuletzt bei 2,70€ pro Abholung und die Tonne wurde aber nicht mitgenommen, auch wenn die Marke dran war, wenn der Deckel offen stand, weil eben der letzte Müllbeutel noch ein bisschen mehr Volumen hatte als gedacht. Amüsant wurde es dann aber, wenn man fragte, warum sie die Tonne nicht mitgenommen hatten. Eben weil sie offen stand. Das man die 2,70€ für die Müllmarke entrichtet hatte, hat keinen interessiert. Man hätte für den überstehenden Beutel einen Müllsack mit der entsprechenden Kennzeichnung kaufen müssen, für 1,80€, wo dann der Beutel auch reingekonnt hätte.

Aber das war ja noch nicht alles. Wir hatten ja auch noch die allgemeinen Abfallgebühren für 36€ pro Nase einmal im Jahr. Und wenn man das jetzt mal auf einen 2 Personenhaushalt mit jeweils einer Mülltonne alle 2 Wochen hochrechnet, kommt man immerhin satte 136,80 € für Müll.

Hier in Frankreich zahlt man das zwar auch, aber auf dem Land haben wir gemeinschaftliche Tonnen. Man fährt da seinen Müll hin und die Gebühren für alle werden aus den Einkünften der Dorffeste und vor allem aus der Begleichung der Grundsteuer bezahlt.

Ich möchte erwähnen, dass ich hier nur für Frankreich sprechen kann, man sollte sich über solche Gebühren aber immer informieren, wenn man in ein anderes Land zieht, denn auch das kommt zu den Fixkosten.

Grundsteuer

Wir haben ein relativ großes Grundstück, wo man sagen kann, dass man in Deutschland auch in ländlicher Gegend um die 200€ mindestens zahlen würde. Hier sind wird bei 62€ für das komplette Jahr. Die Gemeindesteuern kommen auch noch dazu, die liegen etwa bei 100€. Lustig ist aber, dass die wenn es dem Haushalt der Gemeinde gut geht zurückerstattet werden. Hier kann man dann sein Geld einfach wiederbekommen.

Rundfunkgebühren

Nachdem die GEZ ja nun nicht mehr einfach nur die GEZ ist, sondern die Gebühren monatlich entrichtet werden müssen, dann kam man sich mal ausrechnen, was man in einem Menschenleben in Deutschland zahlen muss, dass man Radio, Fernsehen und Internet nutzen darf. Krasses Beispiel aus den alten Zeiten waren ja die Aufgliederung der GEZ. Nun zahlt jeder Bürger. Damals ging es noch nach Haushalten. Wenn man aber noch ein Gewerbe im eigenen Haus hatte, dann zahlte man doppelt. Also ein Radio im ganzen Haus musste dann zweimal bezahlt werden.

Hier in Frankreich werden die Gebühren einmal bezahlt, wenn man ein Gerät kauft, dass solche Medien nutzen kann. Dies erfolgt beim Kauf. Der Kauf erfolgt auf den entsprechenden Namen und die Adresse. Das Geschäft meldet dann den Kauf und dass die Gebühren für das Gerät entrichtet wurden. Dies wird behandelt wie ein Steuersatz, der sich am Preis des Geräts orientiert. So ist es auch mit der Energieumlage. Diese ist gleich im Kaufpreis enthalten.

Mahngebühren und Strafzettel

Hier ist es in Frankreich sehr interessant geregelt. Denn häufig gibt es nur sehr geringe Mahngebühren. Aber wenn man eine Strafe erhält, wegen Blitzens oder Falschparkens dann kann man sie Höhe der Strafe selbst bestimmen. Das richtet sich einfach danach, wann man zahlt. Wenn man den Bescheid bekommt und zahlt direkt, dann zahlt man nur ein Drittel der höchsten Strafe, die dann entsteht, wenn man erst nach 90 Tagen zahlt. Zwischen 14 und 90 Tagen wird dann der normale Strafsatz fällig. Bezahlt werden kann über das Internet oder aber man kann auch in einen Tabakladen gehen und dort seine Strafe begleichen. Interessant oder?

KFZ-Steuer

Ein braver deutscher Autofahrer muss jedes Jahr seine Steuer entrichten, auch wenn das Auto schon 20 Jahre alt ist.

In Frankreich zahlt man bei einem älteren Auto die Steuer einmal bei der Anmeldung und dann nie wieder. Wohlbemerkt kostet die Anmeldung dann über 100€, aber wenn man mal 70€ Steuer pro Jahr rechnen würde, dann macht das schon was aus, wenn man das Auto noch zehn Jahre hat.

Wie man sieht der Steuerwahnsinn muss nicht immer sein.

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3 Kommentare

  1. Mega interessant! Habe euch in Fb entdeckt 😊 beste Grüße

  2. Sehr informativ. Schon unglaublich zu sehen, wie groß die Unterschiede zwischen den Ländern sind.

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