Ja wenn man schwanger auswandert und meint, dass man vorbereitet ist, dann kann ich nur lachen. Ganz ehrlich, was ich mir alles in Deutschland angeschaut hatte. Flaschen und Milch, dass ich wusste, was ich dann kaufen muss, wenn ich nicht stillen kann oder abpumpen muss. Naja das war alles für die Katze, denn ich habe erfahren, dass es alles anders war.

Ich hatte meine Tochter noch nicht auf die Welt gebracht und wollte gern noch ein bisschen Kleidung organisieren. Ich kannte die gängigen Kleidergrößen aus Deutschland 50, 56, 62 usw. Wohlweislich hatte ich in Deutschland schon die ganz kleinen Größen auf einem Minimum gehalten, weil ich mir dachte, dass die Monster schnell wachsen und dann hatte ich stapelweise Kleidung, die auf dem Dachboden auf einen neuen Einsatz warten würde.

Ich kann nun nur aus Frankreich berichten, aber ich weiß auch, dass es in anderen Ländern andere Einheiten und Bezeichnungen gibt. Daher sollte man sich immer informieren und manchmal auch auf sein Augenmaß vertrauen, denn nicht immer entspricht eine Umrechnungstabelle der Wahrheit.

Kleidung (z.B. Kiabi)

In Frankreich kauft man die Kleidung für Kinder nach Monaten und Jahren. Also man hat zu Beginn 0 Monate, 1 Monat, 3 Monate, dann 6 , 9, 12, 18 und 24. Dann wird in Jahren gerechnet. 2 Jahre, 3 usw. Als ich das erste Mal die kleinen Sachen in der Hand hatte, dachte ich mir, dass mein Kind da nie reinpassen würde. Und so war es auch. Meine Tochter wurde mit vier Kilo geboren und hatte eine deutsche Figur. Etwas mehr als die zierlichen Kinder der Franzosen. Ich konnte also getrost nach meinem Augenmaß die ersten Größen überspringen. Der Witz war nur, dass die Kleidung für 3 Monate nach vier Wochen auch schon zu klein war. Ich muss dazu aber auch sagen, die wollte meine Kinder nie einzwängen und in Kleidung pressen, die eng anlag. Sie sollten sich bewegen können und Ärmelchen konnte man auch mal umschlagen. Das war nicht so schlimm. Nun ist meine Große fast zwei Jahre und sie trägt mit unter schon Sachen für vierjährige. Sie ist super entwickelt und voll im Durchschnitt, aber die Proportionen von Oberkörper und Beinen sind eben nicht so, wie es die Modeindustrie vorgibt. Lustig ist ihr Sturkopf, der durch die kleinen Löcher manchmal kaum durchpasst. Dann lieber unten ein bisschen mehr Spielraum, aber meine Tochter fühlt sich nicht stranguliert.

Im letzten Jahr wurde mein Sohn geboren und bei ihm mache ich es auch so. Auch bei ihm habe ich auf die Puppenkleidung verzichtet und bin gleich in die richtige Größe eingestiegen. Und zack. Es passt alles und er kann sich bewegen.

Wenn man sich nicht sicher ist, dann sollte man sich auf sein Augenmaß verlassen und man muss das ja auch nicht lang so machen. Irgendwann kann man mit ihnen auch mal was anprobieren. Dann spart man sich Fehlkäufe.

Schuhe (z. B. Chaussea)

Ja Schuhe sind ein gutes Thema, denn wie soll man wissen, ob ein Schuh passt. Wenn Baby einen Schuh nicht probieren will und nicht laufen will, dann kann man nur auf Verdacht kaufen. Ich mache es aber so. Meine Tochter hat recht kräftige Füße und ich achte darauf, dass sie immer eine Größe größer hat. Erstens wächst sie sehr schnell rein und weiterhin möchte ich, dass es nicht reibt oder drückt. Ich merke schon beim Anziehen, ob es leicht geht und sie sich wohlfühlt. Tut sie das nicht, dann zieht sie sie meistens wieder aus. Früher hat sie dann geweint. Schuhe gibt es nur für draußen und ab diesem Jahr dann auch Hausschuhe. Wenn Kinder anfangen zu laufen, gibt es nichts Besseres als barfuß oder mit Strümpfen, die diese Stopper unten dran haben.

Schuhe zwängen ein Kind schnell ein. Auch hier habe ich am Anfang Schuhe vom Flohmarkt gekauft, dass ich die Größen testen konnte und die paar lockere Schuhe für den Garten, die dürfen dann auch richtig dreckig werden.

Milchnahrung

Ich konnte nur wenig stillen und musste von Beginn an zufüttern. Bei beiden Kindern. Nach sechs Wochen muss ich dann ganz auf Flasche umsteigen. Ich hatte mir Flaschen angeschafft, die ich als gut befand und musste feststellen, die waren nicht so der Renner. Inzwischen bin ich bei MAM (MAM 66298000 – Anti-Colic Starter-Set) angekommen. Die gab es auch in Deutschland und auch wenn mich der Preis zuerst abschreckte, sind das die besten, die man haben kann. Die Aufsätze halten bei richtiger Pflege echt lange und auch die Flaschen können mal runterfallen und sind immer noch intakt.

Fehlte nur noch die Milch. In Deutschland gibt es Pre und HA und 1 er Milch gibt es erst später etc. Naja hier in Frankreich gibt es 1, 2, und 3. Da steht auch drauf für welches Alter sie geeignet ist (z.B. Nestlé – Nidal – Lait 2ème âge, de 6 mois à 1 an, oméga 3 et 6 – La boîte de 800g – (for multi-item order extra postage cost will be reimbursed)) . Milch bekommt man in jedem Laden oder auch in der Apotheke, wobei man dort nur hinbräuchte, wenn man spezielle Milch braucht. Allerdings kosten sie auch in alle Läden fast gleich. Auch die Milch in der Apotheke hat keine überteuerten Preise. Absolut erschwinglich und ergiebig. Die Dosierung steht in Zahlen auf der Rückseite und man muss sprachlich nicht viel können, um das zu verstehen. Auch fertige Milch für unterwegs wird angeboten und ich muss sagen, dass sich das wirklich lohnt. Man muss nichts mischen und das Pulver klumpt auch nicht.

Ich muss dazu sagen, dass ich zwar Ordnung und Sauberkeit mag, aber ich will keine Kinder erziehen, die nicht mal einen Schnupfen überstehen. Also kommen meine Flaschen in den Spüler und die Milch wird kalt angemischt und dann in der Mikrowelle oder dem Flaschenwärmer warm gemacht. Und Überraschung meine Kinder leben auch noch. 😊 Aber das nur am Rande, hier soll es ja nicht um meine Meinung als Mutter gehen.

Windeln

Besonders spannend sind Windeln. Denn alles, was ich mir gedacht habe, dass ich die aus der Drogerie nehme, hat sich im nichts zerschlagen, denn hier gibt es kaum Drogerien. Super und nun? Hat mir das mit den Erfahrungsberichten nichts gebracht. Ich habe monatelang Windeln getestet und immer wenn ich dachte, dass ich die perfekte gefunden hatte, war wieder alles anders.

Die ersten Monate hatte ich die Windeln von Aldi, die waren super, da meine Tochter viel trinkt, hatte ich so einen hohen Verbrauch, dass ich nicht immer die 40 Kilometer bis zu Aldi fahren wollte. Pampers wollte ich erst nicht nutzen, aber für die Nacht und für unterwegs sind sie unschlagbar und auch hier erhältlich. Dann hatte ich endlich alles gefunden und musste feststellen, dass die Windeln aus dem Einkaufsmarkt, der etwas teurer war, am günstigsten waren, weil sie am meisten aushielten.

Kleiner Tipp unter Eltern, was auch immer man für Windeln nimmt, man sollte sich nicht nach den Gewichtsangaben richten, für die die Windeln geeignet sein sollten. Es kommt immer auf die Proportion an und nun habe ich auch den direkten Vergleich zwischen Junge und Mädchen. Jungs brauchen immer ein bisschen mehr Platz, denn wenn es drückt und zwickt, dann werden sie sehr ungemütlich, als immer eine Größe mehr, kann nicht schaden.

 

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