Wenn man Deutschland verlässt, dann ist es zwar nicht schlecht, wenn man seine neue Adresse schon angegeben hat, aber wie wir alle wissen, kann das auch mal schnell länger dauern, bis alle die Änderungen gemacht haben. Also braucht man einen Nachsendeauftrag, der gewährleistet, dass die anstehende Post aus Deutschland auch noch in der neuen Heimat ankommt.

Deutsche Post

In den meisten Fällen kommen die Briefe, die man erwartet mit der deutschen Post. Keiner ist scharf darauf eine Rechnung im Briefkasten zu finden, weil das immer bedeutet, dass man was bezahlen muss, aber leider muss man damit leben. Wir haben uns immer über Werbung gefreut oder auch mal ein Werbegeschenk. Die Post war dann immer willkommen, auch wenn man auf eine Bestellung wartet. Aber ich denke, dass das Problem jeder kennt.

Wenn man nun den Wohnsitz wechselt, dann ist es innerhalb Deutschlands, wie auch bei einem Umzug ins Ausland notwendig, dass man einen Nachsendeauftrag einrichtet. Meistens kann es sein, dass die Post schon auf dem Weg ist und die Meldung der neuen Adresse da noch nicht bekannt war. Innerhalb Deutschlands ist es üblich, dass man einen Nachsendeauftrag einrichtet, der etwa einen Monat andauert. Bis dahin hat sich meistens alles geregelt. Allerdings sollte man bedenken, dass man abhängig von dem Zielland, dass man gewählt hat, den Nachsendeauftrag entsprechend lang laufen lässt.

Als wir nach Frankreich gezogen sind, haben wir bereits einige Wochen vorher den Nachsendeauftrag online gemacht. Das geht alles in inzwischen sehr einfach und man kann auch per Lastschrift zahlen. Man muss da nicht schon ein Pay-Pal Konto oder aber eine Kreditkarte besitzen. Wenn man sich auf der Internetseite umschaut, dann wird man feststellen, dass man zunächst festlegen muss, für wen der Auftrag eingerichtet werden soll. Wenn man nun ein Paar ist (übrigens auch wenn man nicht verheiratet ist) dann reicht es, wenn einer den Nachsendeauftrag einrichtet und dann entsprechend den Namen des Partners mit dazu nimmt. Auch Kinder können so mit hinzugefügt werden.

Dann muss man die alte Adresse angeben, an der man gegebenenfalls noch wohnt. Danach die neue Adresse.

Wichtig dabei ist, dass man darauf achtet, dass auch das Zielland korrekt angegeben wird.

Wenn man das nicht macht, dann kann es vorkommen, dass der Brief innerhalb von Deutschland versendet wird. Logischerweise kann die Adresse dann nicht gefunden werden und es dauert eine gewisse Zeit, wenn sich die Post die Mühe macht, dass die richtige Adresse oder in diesem Fall das Land ermittelt wird. Wenn es sich um sehr wichtige Post handelt, dann kann es schnell passieren, dass Fristen verstreichen, die angehalten werden müssten.

Danach erfolgt die Festlegung der Dauer des Auftrages. Dabei sollte man folgendes beachten:

Der Nachsendeauftrag sollte dann einsetzen, wenn man noch an der alten Adresse wohnt.

Nur so kann vermieden werden, dass eventuell Briefe zurückgehen und nicht mehr zugestellt werden können und ein Posttransport nahtlos erfolgen kann.

Wir haben das auch so gemacht und haben auch keine Probleme bekommen. Allerdings darf man sich auch nicht wundern, wenn man an der neuen Adresse nicht gleicht Post bekommt, denn die Postlaufzeiten sind entsprechend des Ziellandes einfach länger. Schon nach Frankreich ist ein Brief meistens eine Woche unterwegs. Bei anderen Ländern kann es sich um mehrere Wochen bis zu einem Monat handeln. Auch das sollte man immer mit bedenken.

Der Vorgang wird dann abgeschlossen in dem die Daten überprüft werden und der Bezahlvorgang gestartet wird. In der Regel erhält man dann noch einen Brief, der den Auftrag bestätigt und auch nochmal alle Daten angibt. Diesen sollte man auch nochmal gründlich prüfen, dass es auch nicht zu Verwechslungen gekommen ist. Dann braucht man sich keine Gedanken mehr zu machen.

Wenn man sich bei der Onlinebedienung nicht sicher ist, dann kann man den Nachsendeauftrag auch direkt auf jeder Postfiliale machen(allerdings nur für 12 Monate). Dort seine Gebühren entrichten und hat auch direkt einen Mitarbeiter zur Verfügung, der Fragen beantworten kann.

Da aber so ein Umzug eh schon Stress macht, ist es immer sehr von Vorteil, wenn man einiges bequem und einfach Online erledigen kann.

Achtung Behördenpost!

Man sollte aber eines beachten. Die deutsche Post versendet nicht alles und so kann es auch mal passieren, dass andere Versanddienste oder Kuriere eingesetzt werden. Das ist in den meisten Fällen bei Behördenpost so, besonders der vom Finanzamt. Hierbei sollte man bereits rechtzeitig in der entsprechenden Stelle die Adresse ummelden. Anders geht es leider nicht.

Man sollte darauf achten, dass man manche Behörden vielleicht nicht postalisch anschreibt, sondern selbst dort vorstellig wird, dass die Angelegenheit auch gleich bearbeitet wird. Je nach Arbeitsaufkommen in der Behörde kann auch der Brief eine Weile liegen bleiben und wird vielleicht zu spät beachtet, seit Ihr persönlich vor Ort wird meist sofort die Adresse geändert.

Tipp: Man kann sich helfen, wenn man auf die Frankierung der Briefumschläge achtet. Hier sieht man meistens, wie der Brief versendet wurde, somit weiß man auch, wo man die Adresse separat ummelden muss.

Kosten

Macht man einen Nachsendeauftrag bei der deutschen Post, dann kommt es ganz auf die Dauer und die zukünftige Adresse an, was im Endeffekt für Kosten entstehen. Es ist bei uns so gewesen, dass wir für ein halbes Jahr diesen Auftrag gemacht haben und mussten etwa 50 € zahlen. Das war ganz preislich schon in Ordnung. Es kann allerdings vorkommen, dass ein Auftrag, der mehrere Personen betrifft auch mehrmals berechnet wird. Dann sollte man sich nochmal mit der Post auseinandersetzen. Sie haben freundliche Mitarbeiter, die sich dann um die Regulierung kümmern und es kann auch eine Rückerstattung der zu viel gezahlten Kosten erfolgen. So war es zumindest bei uns.

Wenn ihr das beachtet, bekommt ihr auch keine Probleme mit Fristen und Terminen.

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