Ja das leidige Thema Sprache. Wenn man nicht gerade nach Österreich oder in den deutschen Teil der Schweiz auswandert, dann sollte man beachten, dass man sich mit der Landessprache immer wieder auseinandersetzen muss. Spannend ist der erste Einkauf. Aber so kann man auch lernen und das wollen wir euch heute mal berichten.

Der optische Mensch

Die meisten Menschen lernen darüber, dass sie etwas sehen und dann kann man alles wiedererkennen. Das ist tendenziell für den Anfang im Ausland nicht schlecht. Denn so hat man es sehr einfach, wenn man das erste Mal einkaufen geht und keinen Plan hat, was man eigentlich will.

Gut, ich muss sagen, dass ich immer ein optischer Lerner bin und im Laden auch gezielt nach den entsprechenden Bildern oder nach dem Aussehen suche. Inzwischen weiß ich ja auch, was ich kaufen will, aber so wirklichen Lerneffekt habe ich nun nicht mehr davon. Man sollte das Einkaufen nutzen, dass man seinen Wortschatz erweitert und auch weiß, was man möchte. So kann man dann auch mal in einem Laden fragen, wo etwas ist, wenn man es nicht findet.

Der Einkaufszettel

Interessant ist es, wenn man sich einen Einkaufszettel schreibt. Wir verfallen immer wieder in das Muster, dass wir die deutschen Begriffe aufschreiben. Warum? Weil es leicht fällt und es unsere Muttersprache ist. Aber man kann auch die Lerneinheit mal so bestreiten, dass man aufschreibt, was man möchte, aber in der Landessprache. Das wird schon komplizierter und es ist auch nicht selten, dass man auch mal das Wörterbuch dazu braucht. Aber so kann man lernen. Wenn man dann einkaufen geht, dann wird man sehen, dass es nicht leicht wird, dass man alles findet. Man steht vor zwei Problemen. Man weiß nicht mehr, was man aufgeschrieben hat oder das Wort aus dem Wörterbuch gibt es gar nicht.

Aber nur so kann man sich auch richtig mit allem auseinandersetzen. Dann kommt wieder das optische hinzu. Man findet einen Artikel und dann sollte man ihn aber nicht einfach in den Wagen legen, sondern sollte auch mal darauf schauen, was denn draufsteht. Nur so kann man auch die richtigen Begriffe lernen.

Allergiker haben einen Vorteil

Ich (Franziska) bin allergisch gegen Nüsse aller Art und rote Früchte. Zumindest die Zusätze, die rote Früchte imitieren sollen, dann das ist dann meist aus Hagebutte oder Hibiskus und dann kann es witzig werden.

Da mein Mann immer sehr viel Angst hat, dass ich mal die Hufe wegen so was reiße, muss ich immer auf die Inhaltsstoffe achten, die verarbeitet wurden. Daher bin ich gezwungen, dass ich die Produktinhalte immer lese. Auch so kann man lernen. Wichtig ist es aber auch für mich, da wir in ein Land gezogen sind, wo Kokos und Nüsse das größte sind.

Für mich ist es aber das Todesurteil. Und so kommen die leckeren Kekse manchmal doch nicht in den Wagen, weil sogar im Teig Kokos ist. Aber das sind deprimierende Momente, wo ich gern mal wieder in Deutschland einkaufen würde, weil man da auch mal was ohne Kokos bekommt ☹. Hat aber nun nichts mit dem Lernen zu tun.

 

Der Kassenzettel

Wenn man einen Kassenzettel bekommt, dann kann man den auch zum Lernen nehmen. Wie in Deutschland haben es nun schon viele Geschäfte, dass die Produkte nicht mehr den Namen tragen, sondern nur noch unter Kategorien aufgelistet sind. In diesem Fall ist das mit dem Lernen schon schwerer.

Aber auch so kann man Neues lernen. Wenn man sich nach dem Einkaufen zu Hause beim Ausräumen die Zeit nimmt, dass man mit dem Kassenzettel vergleicht, dann kann man die Produkte auch so benennen und identifizieren. Oder aber man lernt, welche Kategorie welchem Produkt zugeordnet werden kann. So kann man auch später in einem Laden besser zurechtkommen.

Werbeprospekte

Ja naja, in Deutschland waren sie verhasst, weil jeden Sonntag der Briefkasten voll war mit den lustig bunten Heften, die uns wieder mal zeigten, was man sich alles kaufen kann, wenn man nur genug Geld hat. Bei uns war es meistens so, dass nur die interessanten Geschäfte behalten wurden, weil es da mal Angebote gab und der Rest landete im Ofen oder in der Papiertonne.

Hier in Frankreich oder auch überall auf der welt kann man die Prospekte auch gleich wegwerfen, aber ich nutze sie zum lernen. Es steht alles da, was man wissen muss und so muss ich mich auch im Laden nicht mehr hinstellen und meine Begriffe lernen. Da kommt mir wieder das Optische zu Gute, denn ich hab es gelesen und schon ist es gespeichert.

Fazit

Man sollte jede Möglichkeit zum Lernen nutzen, die sich einem bietet. Denn nur so kann man sich auch lange Sprachkurse und viel Arbeit ersparen.

Und da wir alle einkaufen müssen, weil sonst der Kühlschrank den ganzen Tag heult, sollten man auch die Gelegenheit für sich nutzen.

Übrigens wenn Ihr noch in Deutschland seit und schonmal die Sprache lernen möchtet können wir euch erstenachhilfe.de empfehlen.

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