Auswandern für Anfänger

Auswandern kann so einfach sein

Schlagwort: Kind

Bestrafen ist nicht immer eine Lösung

Hausarrest. Das war immer ein beliebtes Mittel bei mir. Wenn ich was nicht so gemacht habe, wie meine Eltern, dann gab es Hausarrest. Habe ich deswegen verstanden, warum ich es nicht machen soll? Keine Ahnung, auch eine hinter die Ohren hat nichts gebracht. Ich mache das anders.

Bestrafung bringt nichts

Wenn ein Kind früher einen Fehler gemacht hat, dann gab es eine Schelle. Später eine Schelle und eine Bestrafung. Kinder haben es von ihren Eltern nicht anders gelernt und haben es auch so an ihre Kinder weitergegeben. Nach Abschaffung der Prügelstrafe und nachdem das Leben auch etwas leichter geworden ist, werden Kinder nicht nur mehr geschützt, sondern auch besser behandelt. Und das ist auch richtig so. Wenn ein Kind eine Vase kaputt macht, auch wenn man gesagt hat, dass es aufpassen soll, dann hat es aus der Schelle nichts gelernt und auch nicht aus dem Hausarrest.

Man sollte sich mit seinem Kind hinsetzen und erklären, warum man jetzt verärgert ist und begründen warum das nicht gut war, was passiert ist. Keine Angst, Kinder sind nicht dumm und auch wenn sie klein sind, dann verstehen sie mehr als man denkt.

Wenn Kinder größer sind und vielleicht auch Sachen mutwillig gemacht haben, dann sieht es auch nicht viel anders aus. Eine Schelle bringt nichts, außer dass es Angst macht und das Vertrauen in die Eltern schädigt. Hausarrest steht nicht im Zusammenhang mit dem, was sie gemacht haben. Doch wann kann man wie richtig bestrafen?

Richtige Bestrafung, wenn es angebracht ist

Wichtig ist, dass große Kinder, die Bestrafung leichter umsetzen können. Auch kleine Kinder würden es verstehen, aber vergessen es schnell wieder. Ebenso sind Liebesentzug oder Ignoranz kein Mittel. Es macht Kindern Angst und sie fühlen sich allein.

Wenn ein Kind etwas kaputt macht, sollte man es nicht nur erklären. Eine Bestrafung wäre, dass ein Teil des Taschengeldes abgegeben werden muss, dass der Wert ersetzt wird. Handelt es sich um einen großen Wert, dann kann das angepasst werden an die Verhältnisse des Kindes. Das Geld kann in einer Spardose gesammelt werden und steht offiziell den Eltern zu oder dem, den man geschädigt hat. Verzichtet der auf das Geld, gerade bei Eltern, sollte man es auf ein Sparkonto einzahlen und für später aufheben.

Hält sich ein Kind nicht an Regeln oder Absprachen, wie das Haus verlassen und zur ausgemachten Uhrzeit ohne Rückmeldung wieder da sein, dann bringt Hausarrest gar nichts, denn das schürt nur den Elan, dass sie es erst recht machen. Man kann eine Bestrafung aushandeln. Entweder sie müssen dann gewisse Arbeiten im Haushalt erledigen, die sie sonst nicht machen und die ihnen dadurch die Freizeit kürzen. In diesem Fall sind Kinder und Jugendliche schnell genervt und halten sich lieber an Regeln. Oder aber man bringt sie dahin wo sie hinwollen oder holt sie auch direkt zur ausgemachten Uhrzeit wieder ab. Jugendlichen ist das oft peinlich, wenn Mama oder Papa dann direkt vor den Freunden wartet und sie halten sich von selbst daran.

Hat man einen kleinen Rebellen, dann hilft oftmals nicht viel, aber sie sollten wissen, dass man sich Sorgen macht, weil auch was passieren kann und sie sollten sich zumindest melden, wenn es geht. Sie werden es nicht ernst nehmen oder vielleicht schnell eine Nachricht schicken. Da hilft nur aushalten.

Wenn unsere Kinder mal selbst Kinder haben, dann haben sie verstanden, was wir gemeint haben. Und sie werden uns dankbar sein, dass wir Mühe investiert haben und Kraft ihnen zu zeigen, wie wichtig sie uns sind.

Übrigens liebe Mütter, man darf auch mal laut werden. Hilft oft bei kleinen Kindern. Wenn man richtig sauer ist, dann muss man die Wut auch mal rauslassen. Tut einem Kind nicht weh und uns auch nicht, aber sie verstehen, dass was nicht in Ordnung war. Vor allem sollte man danach erklären, warum man laut geworden ist und dass das nicht zum Alltag gehört, aber wenn sie eben etwas machen, was nicht gut ist, dann wird man sauer. Vielleicht kann man das noch mit einem Beispiel untermalen, wenn das Kind selbst mal sauer geworden ist. Denk daran, wie das bei dir war, als ich nicht gemacht habe, was du wolltest. Kinder sind wertvolle Menschen, sie müssen Erfahrungen machen, aber wir dürfen sie Seelen nicht mit Schlägen und Strafen kaputt machen. Das kommt irgendwann alles wieder und dann haben sie niemanden mehr, der ihnen hilft.

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