Im Rahmen der Belastung der Städte durch Feinstaub und besonders im Zusammenhang mit den Dieselabgasskandalen ist nun die Stimme nach den Umweltplaketten und den Umweltzonen wieder lauter geworden. In ihnen dürfen nur noch Fahrzeuge fahren, die besonders schadstoffarm sind und damit soll die Belastung verringert werden.

Aktuell geschieht dies in London schon in zweiter Instanz. Auch nach der Regelung, dass bestimmte Fahrzeuge nur noch gegen eine Maut in die Stadt einfahren dürfen, ist es nun so, dass überlegt wird, dass die meisten Fahrzeuge mit Ausnahme von Elektroautos gar nicht mehr in die Innenstadt dürfen. Der Grund dafür liegt dabei, dass die Feinstaubbelastung besonders schädlich für die Menschen sein kann, wenn sie dieser sehr häufig oder dauerhaft ausgesetzt sind. Chronisches Asthma, Atemwegserkrankungen, aber auch Kopfschmerzen und Müdigkeit können daher resultieren. Besonders schlimm trifft es ältere Menschen und Kinder, die unter der hohen Belastung schnell erkranken können.

Daher sind die Umweltzonen bereits in elf Ländern Europas zugegen. In Frankreich wurde in diesem Jahr mit der Einführung begonnen. Vorerst wurden große Städte, wie Paris, darauf umgestellt, aber bis 2020 sollen noch viele andere Städte folgen.

In welchen Ländern sind die Umweltzonen schon aktuell?

Neben Deutschland und Frankreich haben auch die Niederlande, Griechenland (nur unter bestimmten Voraussetzungen), Italien, Schweden, Dänemark und das Vereinigte Königreich diese Umweltzonen. Diese sind aber mitunter auch nur dazu gedacht, dass das Verkehrsaufkommen eingedämmt werden soll, damit auch die Anwohner eine Chance haben nicht nur in der Hektik zu leben.

Was muss ich beachten, wenn ich in eines dieser Länder auswandere?

Wichtig ist, dass man mit der deutschen Plakette nicht viel anfangen kann. Wenn man in ein Land verreisen oder auswandern will, dann muss man die entsprechende Plakette des Landes besitzen. Diese sind für die Durchreise wie Vignetten in Österreich zu erhalten und richten sich im Preis nach der Dauer des Aufenthalts. Wenn man ein Auto besitzt, dass nicht mehr in dieses Schema passt, dann erhält man keine Plakette und kann nicht in die betreffenden Umweltzonen fahren. Hier sollte man sich dann für die öffentlichen Verkehrsmittel, also ein Park and Ride, entscheiden.

Will man auf Dauer im Ausland bleiben, dann ist diese Plakette eine nicht zeitlich begrenzte Plakette, die aber auch erworben werden muss. In Frankreich besteht die Möglichkeit, dass man das Certifcat d´air online beantragen kann. Hierzu sollte man auch eine Kreditkarte besitzen, mit der man die Zahlung vornimmt. In diesem Fall wäre es wieder wichtig, dass man sich bereits ein inländisches Konto zugelegt hat, wie wir es schon mal ein einem der vorhergehenden Beiträge erwähnt hatten. 😊

Man sollte beachten, dass man für die Beantragung der Plakette, die notwendigen Daten vorliegen hat. Neben dem Kennzeichen sollte der Fahrzeuginhaber bekannt sein und auch das Datum der ersten Anmeldung des Fahrzeuges.

Wir zum Beispiel haben ein tolles Auto gefunden, aber da es vor 1996 erstzugelassen wurde, können wir leider keine Plakette mehr bekommen. Für zukünftige Ausflüge nach Toulouse heißt es also dann für uns, wenn die Umweltzone besteht, dass wir ab deren Grenze die Metro oder den Fußbus nehmen müssen.

Also informiert euch immer gut, wo man die Plaketten bekommt oder ob man sie braucht. Dabei ist wichtig, schaut, dass ihr sie online beantragen könnt. Hier hat man die Chance, dass man echt viel Geld sparen kann und informiert euch, dass die Webseite von einer öffentlichen Stelle stammt, denn auch hier gibt es schwarze Schafe, die euch die Plaketten zu einem überteuerten Preis verkaufen.

 

Wenn ihr unsere Tipps beherzigt, dann werdet ihr auch keine bösen Überraschungen erleben und müsst euer Auto auch nicht stehen lassen. 😊

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