Wenn man den großen Schritt gewagt hat und ist gegangen, dann kann es immer wieder passieren, dass man in eine Tiefphase gerät, wo man sich fragt, ob man alles richtig gemacht hat. Und diese Phasen kommen immer mal wieder. Man hat Angst, dass man seine Familie nicht mehr oft genug sieht und dann ob alles klappt, was man sich vorgenommen hat. Es ist wichtig, dass man diese Zweifel hat, denn nur so kann man auch kreativ werden und nach Lösungen suchen.

Leider ist es oftmals so, dass man sehr viele Erwartungen hat. Und diese sollten sich dann auch sehr schnell erfüllen. Klar, wäre das schön, aber das Leben spielt meistens einfach nicht mit. Und man kann auch nicht erwarten, dass einem alles in den Schoß fällt.

Wenn man Zweifel hat, dann sollte man unbedingt mit jemandem darüber reden. Das ist der Startschuss zu einem gemeinsamen Brainstorming. Vielleicht ergeben sich ganz neue Wege und meist bekommt man vor Augen gehalten, was man alles schon geschafft hat. Das ist das Wichtigste. Man sollte zwar in die Zukunft schauen, aber man sollte auch mal sehen, was man sich alles schon geschaffen hat, dass man überhaupt hier in der neuen Heimat sitzen kann.

Und auch uns geht es ab und an so. Und dann sehen wir, was wir alles geschafft haben. Steckt man direkt in der Situation, dann kommt einem alles sehr lang und schlimm vor, aber wenn man zurückschaut, dann sieht man die Ergebnisse und kann sich schon gar nicht mehr erinnern, wie das alles geklappt hat. Trotz aller widrigen Umstände. Das Leben wird nie einfach sein (übrigens auch nicht im Heimatland) und das darf man auch nicht erwarten. Man sollte sich aber seine Lebensfreude erhalten und die Zweifel nicht die Oberhand gewinnen lassen. Denn diese sind, wenn sie zu lang andauern, eine Bremse, die einen nicht mehr weitergehen lässt. Man sollte überlegen, was alles passiert ist, aber nie was passieren könnte. Wenn man alle Eventualitäten immer einkalkuliert, dann wäre man garantiert nie ausgewandert, aber dann bräuchte man auch nicht mehr in Deutschland leben. Denn auch da ist nicht immer alles so einfach, wie man sich das denkt.

Wenn man seine Erwartungen an sich und das, was passieren sollte, etwas nach unten reguliert und ein kleines Risiko eingeht, dann hat man die Chance, dass man auch alles schafft. Nutzt die Zweifel und lernt daraus, aber vergesst nie, was ihr alles erreicht habt und vor allem, was ihr noch erreichen könnt. Lasst euch nie bremsen und macht immer weiter. Genießt die Schönen Momente, auch wenn diese wegen Arbeit vielleicht selten sind. Schaut nicht immer auf die Uhr oder den Kalender, lasst die Zeit mal laufen und lernt, dass es trotzdem alles weitergeht. Aber wenn ein Brief mal nicht pünktlich kommt, dann ist das eben so. Alles dreht sich weiter. Man kann zwar vieles verhindern, wenn man rechtzeitig anfängt, aber wenn das Kind im Brunnen ist, dann darf man nicht um das Kind trauern, sondern muss es wieder rausziehen.

Verlasst euch auf euer Gefühl und nehmt nicht alles immer so ernst. Mit Freude und Elan sind Probleme leicht zu schaffen und wenn man das Gefühl hat, dass man einen Rat braucht, dann sollte man sich den auch holen, dennoch sollte man nie daran zweifeln, was man getan hat, sondern nach vorn schauen und sehen, dass man das Beste daraus macht.

Zweifel nutzen und gleich im Keim ersticken. So kann jeder sein Glück finden und den Schritt des Auswanderns nicht bereuen.

In diesem Zusammenhang können wir euch auch den Blog von einer Freundin von uns empfehlen: https://www.lauter-gedanken.de/

Viel Spaß beim Lesen!

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