Auswandern für Anfänger

Auswandern kann so einfach sein

Wie ich erfolgreich Französisch gelernt habe

Als wir die Entscheidung gefasst hatten, dass wir nach Frankreich auswandern, begann ich relativ zügig mich mit der Sprache auseinander zu setzen.

Ich hatte durch meinen Beruf in Deutschland nicht wirklich Zeit einen Kurs zu besuchen, also habe ich kurzerhand für mich entschieden, dass ich das auch alleine schaffe. Gerade bei französisch hat man gute Chancen, dass man ein Gros an Literatur in den Buchhandlungen bekommt. Wenn wir in ein Land gezogen wären, in dem man Mandarin spricht hätte das schon anders ausgesehen.

Ich habe mir eine große Palette an Büchern und Apps zugelegt, über die ich lernen konnte. Da ich ein optischer Lerntyp bin, musste ich Worte zunächst lesen und schreiben, damit ich ihre Bedeutung verstehen konnte. Dann ging es an die Aussprache und das fällt mir bis heute schwer. Ich habe Probleme mit der leichten französischen Sprache. Als Deutsche ist es gar nicht so einfach, sich auf bestimmt Worte einzulassen, die komplizierter aussehen, als sie an auszusprechen sind. Folglich habe ich ein Wörterbuch gebraucht.

Hierbei kann ich sagen, dass ein günstiges Wörterbuch vollkommen ausreicht um die Sprache zu lernen. Dank der vorhergegangenen Besuche in Frankreich habe ich die Aussprache einiger Worte gekannt. Im Schnelldurchlauf habe ich mir die Lautschrift erarbeitet. Die Lautschrift ist der Teil im Wörterbuch, der hinter der entsprechenden Vokalbel steht, durch die man die Aussprache erkennen kann.

Dadurch habe ich mir einen Grundstock an Worten erarbeitet. Mit Hilfe des Buches Klett 380 Kurztest, die wirklich helfen habe ich mein autodidaktisch Erlerntes widerholt und gefestigt. Französische Texte habe ich eigentändig übersetzt. Als ich dann etwas die Grundlagen hatte, wagte ich mich an das Buch Übungsbuch Französische Grammatik für Dummies. Zeitformen, Wortbildungen ganz schön viel. Aber es ist schaffbar.

Seit wir in Frankreich wohnen, habe ich dann schnell angefangen mich mit den Leuten, z.B. in Geschäften oder auf Behörden, zu unterhalten. Ich habe kurz erklärt, dass ich noch nicht viel sprechen kann und das stieß auf Anerkennung. Wenn gar nichts geht, dann versuchen es die, die es können, mit Englisch. Aber hier in Frankreich kann nicht jeder Englisch. Darum möchte ich noch einmal darauf hinweisen, wie wichtig es ist, dass man die Landessprache lernt. Man sollte sich nie darauf verlassen, dass alle Englisch können.

Jedenfalls kann ich durch Gespräche, auch wenn ich Fehler mache, viel lernen. Ebenso bin ich komplett auf französische Lektüre umgestiegen. Da ich mich sehr für Katzen interessiere und da wir ein Baby haben, finden sich in Zeitschriftenläden genug Möglichkeiten zum Lesen, ob die klassische Tierzeitung oder das Elternmagazin. Überall lernen ich dazu und ich verstehe immer mehr, auch durch den Kontext, den man erschließen kann. Natürlich lese ich unserer Kleinen auch vor, dafür haben wir viele Märchenbücher auf französisch. Ich lerne das laute Aussprechen und vor allem das Verstehen und erkenne den Satzbau. Ausserdem möchte ich, dass unsere Tochter einmal keine Probleme mit dem französisch hat. Denn zu Hause sprechen wir fast ausschließlich deutsch und da darf die Sprache unserer Wahlheimat nicht untergehen.

Zu guter Letzt möchte ich sagen, dass jeder zuerst seinen Lerntyp kennen muss, bevor er eine Sprache lernen kann und vor allem sollte er alles ausprobieren, dass man von jeder Möglichkeit das Größtmögliche mitnehmen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*