Auswandern für Anfänger

Auswandern kann so einfach sein

Schlagwort: Auswandern (Seite 1 von 5)

Weihnachten ist nicht überall gleich – was tun?

Da wir ja nun zwei Kinder haben, ist Weihnachten wohl eines der Feste, dass man nicht aus dem Kalender verbannen kann. Müssen wir ja auch nicht, aber was macht man, wenn die neue Heimat ganz anders Weihnachten feiert?

Als wir unser erstes Weihnachten in Frankreich feierten, war unsere Tochter zwei Monate alt. War schon irgendwie komisch und vorallem neu mit Baby. Aber wir waren uns auch nicht ganz sicher, wie das mit Weihnachten im Allgemeinen so läuft. In vielen Ländern ist Weihnachten ja nicht am 24.12., sondern am 25.12. Und bei den meisten kommt das Christkind. Nicht der Weihnachtsmann, der übrigens ein sehr geschickter Werbezug von Coca Cola war. Aber das nur am Rande.

Ich (Franziska) selbst muss sagen, dass für mich Weihnachten Geschenke bekommen war. Ich übe keine Religion aus, aber weiß sehr gut um die Geschichte mit Jesu Geburt Bescheid. Allerdings muss ich zugeben, dass ich da sehr pragmatisch bin, was dies angeht. Ich habe nichts dagegen, dass es ein Krippenspiel gibt und dass seine Geburt celebriert wird, aber ich muss nicht unbedingt daran teilnehmen.

In Frankreich ist es zum Beispiel so, dass Papa Noel die Geschenke bringt und immer mit dem Christkind auftritt. Aber trotzdem ist alles am 24.12.. Man sollte vielleicht auch erwähnen, dass wir Deutschen mit unseren zwei Feiertagen auch ganz schön verwöhnt sind. Denn hier gibt es nur einen und am 26. geht es ganz normal weiter, wie an jedem anderen Tag auch. Auch hier ist die Stimmung sehr besinnlich, aber die Franzosen suchen auch gerne immer nach einem Grund, dass sie feiern können.

So stand an unserem ersten Weihnachten auf einmal unser Nachbar im Wohnzimmer und war verkleidet und geschminkt. Da hatte sich seine Familie einen Scherz erlaubte und den musste er uns unbedingt zeigen.

Die Franzosen legen allerdings sehr großen Wert auf das essen und so gibt es auch an Weihnachten ein sehr großes Menu, wo die komplette Familie an Tisch sitzt und fast nur isst und sich dabei unterhält. Und das alles geht bis in die Nacht. Für mich persönlich finde ich das nicht so gut, aber wir haben uns entschieden, dass wir innerhalb der Familie Weihnachten so feiern, wie wir es aus Deutschland kannten. Es gibt vor der Bescherung etwas zu essen und wenn die Glocke läutet, dann war das Christkind da und es gibt Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum liegen.

In Amerika zum Beispiel kommt Santa Claus, der durch den Kamin rutscht und in der Nacht zum 25. die Geschenke in der Wohnung lässt. Dafür müssen die Kinder abends Kekse und Milch aufstellen, weil er die wohl sehr gern hat. In den Ländern der südlichen Halbkugel ist Weihnachten im Sommer. Und das können wir uns nur Komisch vorstellen, wenn Santa am Strand herumrennt und dort die Geschenke verteilt. Alle in kurzen Hosen und mit sehr viel Spaß.

Weihnachten ist überall anders, aber jede Familie hat ihre Traditionen, die sie von Kind an mitbekommen haben und die wenigsten wollen darauf verzichten. Und das ist auch gut so. Da wir mit Jonas´s Eltern zusammenwohnen, muss ich sagen, dass sie sehr viel Rücksicht auf mich nehmen, da sie immer noch aus der Bibel lesen. Ich selbst stehe dem kritisch gegenüber und deswegen, muss ich nicht dabei sein, aber wenn unsere Kinder mal größer sind, dann werde ich ihnen das auch nicht vorenthalten. Sie sollen selbst entscheiden, was ihnen gefällt und was nicht.

Wir sind der Meinung, dass man sich, wenn man eingeladen ist, nicht gegen die Traditionen des Landes sträuben sollte. Man kann nur lernen und man muss Menschen auch nicht verbessern. Aber es gehört auch zum interkulturellen Austausch, dass man weiß, was beim anderen so passiert. Aber die eigenen Traditionen sollte man nicht vergessen und sie auch an die Kinder weitergeben.

Du liest den Beitrag: Weihnachten ist nicht überall gleich – was tun?

 

Kreisverkehre – echt ne geniale Lösung

Eigentlich ist es ja nicht schön, wenn man sich immer im Kreis dreht, weil man dann nie voran kommt, aber die Franzosen haben erkannt, dass man den Kreis auch besser nutzen kann. Weiterlesen

Lebendbescheinigung – Auswandern im Rentenalter

Liebe Leser, die schon sehnlichst auf die Rente warten, weil es nicht mehr lang ist. Wenn ihr auswandern wollt, dann wird euch die Rentenstelle nicht einfach weiter eure Rente geben, denn ihr müsst etwas tun, dass ihr weiter Geld bekommt. Weiterlesen

Ins Bett, wenn sie müde sind – Kinder brauchen Freiheiten

Wir haben zwar leider schon den Sommer hinter uns aber stellt euch vor, es ist Sommer, 19 Uhr, 35°C und die Kinder müssen ins Bett, weil der Sandmann vorbei ist. Ich (Franziska) hab das auch noch so gelernt, aber heute will ich mal berichten, warum ich das bei meinen Kindern anders mache.

Schlaf und Kinder

Kinder brauchen viel Schlaf, den sie sich auch holen, wenn es notwendig ist. Wir haben uns bei unseren Kindern dazu entschieden, dass unsere Kinder keine festen Schlafzeiten bekommen, sondern sie dann ins Bett gehen, wenn sie müde sind. Das hat einfach den Grund, dass es niemanden was bringt, wenn sie dann stundenlang immer wieder aus dem Bett kommen und weinen, weil sie nicht schlafen können. Ich möchte nicht, dass unsere Kinder Angst davor haben ins Bett zu gehen, sondern dass sie lernen, dass das Bett zum ausruhen da ist und sie sich diese Ruhe holen, wenn sie sie brauchen.

Regel und Rituale – Da ist ein Unterschied

Bei mir war es noch so, dass ich sehr lange immer um sieben ins Bett musste. Später durfte ich dann noch lesen, aber spielen und rumtollen war nicht erlaubt.

Wir haben das bei unseren Kindern nun anders gemacht. Wenn sie müde sind müssen sie ins Bett, dass ist die Regel. Und die Regel ist auch, dass abends ab acht keine Party mehr gemacht wird. Unsere Kinder dürfen spielen, auch allein, Bücher anschauen, unsere Tochter darf ihre Serie schauen, bevor sie ins Bett geht. Das sind unsere Rituale, die sich auch immer wieder verändern. Unsere Große und auch der kleine sind als Babys nach der letzten Flasche ins Bett gebracht wurden, wenn sie müde waren. Hat auch gut funktioniert. Aber sobald sie sich mehr bewegen können, wollen sie das auch nicht mehr. Dann wollen sie sich noch beschäftigen und spielen. Das ist kein Problem bei uns. Unser Kleiner geht ins Bett und spielt dort noch ein bisschen oder hört Musik. Unsere Große geht gegen halb zehn in unser Bett und darf Bibi Blocksberg auf Youtube schauen. Sie wird dann ruhiger, schaut ihre Serie und wird dadurch auch müde. Dann machen wir die Serie aus und wir schaffen sie in ihr Bett. Dann folgt das nächste Ritual. Gute Nacht sagen, ein Kuss, zudecken, Spieluhr an und den Leutebären mit Farbwechsel. Den haben beide Kinder jeweils in ihrem Bett und zack sind sie eingeschlafen. Und dass weil sie müde waren.

Argumente anderer Eltern

Das beste ist dann immer, wenn man andere Eltern hört.

Ja, die Kinder müssen schlafen lernen

Das ist Quatsch. Schlaf ist ein natürliches Bedürfnis, dass dem Gehirn ermöglicht, dass Eindrücke verarbeitet werde können. Wenn unsere Tochter den ganzen Tag mit Dingen spielt, die sie schon kennt, dann wird das Gehirn nicht stark gefordert und sie ist nicht so schnell müde. Sind wir unterwegs und machen Ausflüge, wo sie noch nie war, dann ist sie schnell müde am Abend, weil es sehr viel am Tag war. Ebenso ist es bei dem Kleinen. Wenn unsere Kinder einen Entwicklungsschub haben, dann sind sie allgemein niedergeschlagen und müde und schlafen auch oft am Tag. Wie sollen sie dann abends müde sein? Klar, aber kein Problem. Denn Kinder vom Schlaf abzuhalten nur, weil sie abends ins Bett sollen ist viel gefährlicher.

Außerdem wird der Schlafrhythmus von Licht gesteuert. Ist draußen noch heller Tag, dann lernt das Hirn, dass man bei Licht schlafen soll und nicht mehr in der Nacht. Nur mal so anbei. Außerdem kann so der Hormonhaushalt gestört werden, denn die Schlafhormone werden bei wenig Licht ausgeschüttet.

Ja, wir wollen auch mal unsere Ruhe haben!

Eltern haben keine Ruhe, denn Elternsein ist kein 9 to 5 Job. Elternsein geht 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und das jeden Tag im Jahr. Wenn unsere Kinder schlafen, dann müssen wir auch auf sie achten, ob sie atmen gut liegen und nicht auskühlen.

Wir haben auch am Abend unsere Ruhe, denn unsere Kinder dürfen noch allein spielen. Das schult auch das selbstständige Spielen und ist eine gute Vorbereitung auf später. Sie können immer zu uns kommen, wenn was ist, aber ich gehe abends meinen Hobbys nach und meine Kinder wissen das. Dennoch müssen sie auf nichts verzichten und nicht schlafen, wenn sie nicht müde sind.

Ich habe euch nun gezeigt, wie es bei uns läuft. Wie läuft es denn bei euch? Wie denkt ihr darüber? Ich bin übrigens auch der Meinung, dass sich bei Kindern der Rhythmus von selbst einstellt, wenn sie in die Kita oder in die Schule müssen. Dann haben sie noch eine andere Komponente, die den Schlaf beeinflusst. Warum sollte ich ihnen das lernen, wenn sie noch frei sind? Wenn ich meine Kinder wecke, dann sind sie fit und wach. Und wenn dann Schlaf fehlt holen sie ihn schon nach. Aber meistens achte ich darauf, dass sie nicht sehr früh aus dem Bett müssen und Ausflüge oder auch andere Termine nach neun Uhr liegen. Das reicht für Ausschlafen und Frühstück vollkommen aus 😊.

Du liest den Beitrag: Günstig ein Auto kaufen? – Die Suche könnte lang werden

Günstig ein Auto kaufen? – Die Suche könnte lang werden

Wir waren ja nun Eltern geworden und haben gleich nochmal nachgelegt. Zwei Babys und ein kleines Auto. Gut, dass die Große schon laufen konnte und der kleine konnte noch in die Manduca.Aber das sollte auch kein Zustand bleiben. Es musste besser werden. Wir brauchten ein größeres Auto. Aber das finanzielle Budget war, naja gering. Weiterlesen

Bestrafen ist nicht immer eine Lösung

Hausarrest. Das war immer ein beliebtes Mittel bei mir. Wenn ich was nicht so gemacht habe, wie meine Eltern, dann gab es Hausarrest. Habe ich deswegen verstanden, warum ich es nicht machen soll? Keine Ahnung, auch eine hinter die Ohren hat nichts gebracht. Ich mache das anders.

Bestrafung bringt nichts

Wenn ein Kind früher einen Fehler gemacht hat, dann gab es eine Schelle. Später eine Schelle und eine Bestrafung. Kinder haben es von ihren Eltern nicht anders gelernt und haben es auch so an ihre Kinder weitergegeben. Nach Abschaffung der Prügelstrafe und nachdem das Leben auch etwas leichter geworden ist, werden Kinder nicht nur mehr geschützt, sondern auch besser behandelt. Und das ist auch richtig so. Wenn ein Kind eine Vase kaputt macht, auch wenn man gesagt hat, dass es aufpassen soll, dann hat es aus der Schelle nichts gelernt und auch nicht aus dem Hausarrest.

Man sollte sich mit seinem Kind hinsetzen und erklären, warum man jetzt verärgert ist und begründen warum das nicht gut war, was passiert ist. Keine Angst, Kinder sind nicht dumm und auch wenn sie klein sind, dann verstehen sie mehr als man denkt.

Wenn Kinder größer sind und vielleicht auch Sachen mutwillig gemacht haben, dann sieht es auch nicht viel anders aus. Eine Schelle bringt nichts, außer dass es Angst macht und das Vertrauen in die Eltern schädigt. Hausarrest steht nicht im Zusammenhang mit dem, was sie gemacht haben. Doch wann kann man wie richtig bestrafen?

Richtige Bestrafung, wenn es angebracht ist

Wichtig ist, dass große Kinder, die Bestrafung leichter umsetzen können. Auch kleine Kinder würden es verstehen, aber vergessen es schnell wieder. Ebenso sind Liebesentzug oder Ignoranz kein Mittel. Es macht Kindern Angst und sie fühlen sich allein.

Wenn ein Kind etwas kaputt macht, sollte man es nicht nur erklären. Eine Bestrafung wäre, dass ein Teil des Taschengeldes abgegeben werden muss, dass der Wert ersetzt wird. Handelt es sich um einen großen Wert, dann kann das angepasst werden an die Verhältnisse des Kindes. Das Geld kann in einer Spardose gesammelt werden und steht offiziell den Eltern zu oder dem, den man geschädigt hat. Verzichtet der auf das Geld, gerade bei Eltern, sollte man es auf ein Sparkonto einzahlen und für später aufheben.

Hält sich ein Kind nicht an Regeln oder Absprachen, wie das Haus verlassen und zur ausgemachten Uhrzeit ohne Rückmeldung wieder da sein, dann bringt Hausarrest gar nichts, denn das schürt nur den Elan, dass sie es erst recht machen. Man kann eine Bestrafung aushandeln. Entweder sie müssen dann gewisse Arbeiten im Haushalt erledigen, die sie sonst nicht machen und die ihnen dadurch die Freizeit kürzen. In diesem Fall sind Kinder und Jugendliche schnell genervt und halten sich lieber an Regeln. Oder aber man bringt sie dahin wo sie hinwollen oder holt sie auch direkt zur ausgemachten Uhrzeit wieder ab. Jugendlichen ist das oft peinlich, wenn Mama oder Papa dann direkt vor den Freunden wartet und sie halten sich von selbst daran.

Hat man einen kleinen Rebellen, dann hilft oftmals nicht viel, aber sie sollten wissen, dass man sich Sorgen macht, weil auch was passieren kann und sie sollten sich zumindest melden, wenn es geht. Sie werden es nicht ernst nehmen oder vielleicht schnell eine Nachricht schicken. Da hilft nur aushalten.

Wenn unsere Kinder mal selbst Kinder haben, dann haben sie verstanden, was wir gemeint haben. Und sie werden uns dankbar sein, dass wir Mühe investiert haben und Kraft ihnen zu zeigen, wie wichtig sie uns sind.

Übrigens liebe Mütter, man darf auch mal laut werden. Hilft oft bei kleinen Kindern. Wenn man richtig sauer ist, dann muss man die Wut auch mal rauslassen. Tut einem Kind nicht weh und uns auch nicht, aber sie verstehen, dass was nicht in Ordnung war. Vor allem sollte man danach erklären, warum man laut geworden ist und dass das nicht zum Alltag gehört, aber wenn sie eben etwas machen, was nicht gut ist, dann wird man sauer. Vielleicht kann man das noch mit einem Beispiel untermalen, wenn das Kind selbst mal sauer geworden ist. Denk daran, wie das bei dir war, als ich nicht gemacht habe, was du wolltest. Kinder sind wertvolle Menschen, sie müssen Erfahrungen machen, aber wir dürfen sie Seelen nicht mit Schlägen und Strafen kaputt machen. Das kommt irgendwann alles wieder und dann haben sie niemanden mehr, der ihnen hilft.

Du liest den Beitrag: Bestrafen ist nicht immer eine Lösung

„Franzosen haben nur Sex im Kopf!“

Wir geben zu, die Überschrift ist etwas Provokant aber wenn man Leuten erzählt, dass man nach Frankreich ausgewandert ist, hört man oft Vorurteile. Da hört man Franzosen sind dreckig, essen nur Baguette und haben nur Sex im Kopf. Dazu kommt, dass in Frankreich alles teuer ist und das Franzosen kein Deutsch reden wollen. Weiterlesen

Was bedeutet Glück für uns? (Beitrag zur Blogparade)

Die wundervolle Julie mit Ihrem Blog julie-en-voyage.com hat uns eingeladen an Ihrer Blogparade zum Thema „Glück“. Dieser Einladung folgen wir natürlich sehr gerne. (Übrigens ist Julie auch auf unserer #Blogweltreise vertreten) Weiterlesen

Schulsystem im Ausland und was wenn mein Kind die Sprache nicht kann?

Wenn es für die Kinder an der Zeit ist, dass sie in die Schule kommen, dann ist das nicht nur für uns Eltern ein großer Schritt, sondern auch für die Kinder ein wahres Fest. Sie lernen eigenständiger zu werden und vor allem lernen sie, dass sie auch selbst mit ihrem Leben zurecht kommen können. Aber was passiert, wenn die Kinder nun mit ins Ausland gekommen sind und die Schule beginnt? Der Anfang ist nicht leicht, aber das sollte einem keine Angst machen.

Wir können nun noch nicht viel darüber berichten, da unsere Kinder selbst ja noch sehr klein sind, aber da wir uns entschieden haben in Frankreich zu leben, sind unsere Kinder auch schon mit drei Jahren verpflichtet in die Schule zu gehen.

Schulsysteme im Ausland

Das klassische Schulsystem, dass in Deutschland existiert, ist nicht in allen Ländern gewollt und viele Länder fahren einen anderen Kurs, der sich dort bewährt hat. Daher sollte man sich auch vorher genau informieren, was dieses Schulsystem vom Deutschen unterscheidet. Wichtig dabei ist, dass die meisten Länder schon Ganztagsschulen haben. Hierbei ist der Vorteil, dass die Kinder ihre Hausaufgaben mit viel Unterstützung auch in der Schule machen und wenn sie am Nachmittag nach Hause kommen, dann haben sie auch die entsprechende Freizeit. Die kommt leider in Deutschland immer mehr zu kurz, weil neben Hausaufgaben auch noch Vorträge oder Nachhilfestunden durch die Eltern anstehen. Wir persönlich müssen sagen, dass uns an Deutschland der ein oder andere Lernansatz der Schulen gestört hat und vor allem ist es kritisch, dass sehr viele Schulen in unterschiedlichen Bundesländern auch unterschiedliche Ziele verfolgen. Somit entsteht ein gewisser Unterschied zwischen den Ausbildungen.

In den USA ist es auch gut zu sehen, dass das Schulsystem, wie auch in Frankreich ein bisschen anders aufgebaut ist. Die Kinder gehen bis zur achten Klasse in ein und die selbe Schule. In Frankreich besteht die Schulpflicht schon ab erreichen des dritten Lebensjahres, allerdings werden sie auch nur eingeschult, wenn sie schon zur Toilette gehen und sauber sind. Dabei darf man sich das Ganze aber nicht wie eine Schule im bekannten Sinne vorstellen, sondern die Maternelle ähnelt mehr einem Kindergarten und einer Vorschule. Allerdings können hier die Kinder bereits den Umgang mit anderen Kindern erlernen und vor allem die sozialen Kompetenzen schulen. Wenn man das mal aus der deutschen Sicht betrachtet, dann ist es in Deutschland so, dass Kinder nicht in den Kindergarten gehen müssen und es ist auch teilweise sehr schwer einen geeigneten Platz zu finden. In Frankreich besteht die Pflicht für alle und damit bekommt auch jedes Kind einen Platz.

Wie läuft das mit der Sprache?

Wir als Eltern sollten uns einem bewusst sein. Wir sind alt. Ja und das kann man leider nicht von der Hand weisen. Wir stehen da und können es kaum fassen, was alles auf einen einprallt. Schauen wir dahingegen unsere Kinder an, dann fällt es ihnen sehr leicht eine neue Sprache zu lernen. Dabei kann man sich an den Grundsatz halten: Je jünger die Kinder, umso leichter ist es für sie.

Kinder machen noch keine Unterschiede zwischen den Sprachen, wenn sie sie erlernen. Es ist für sie selbstverständlich, dass sie mit anderen Kindern zusammen sind, die nicht so sprechen wie sie. Und so lernen sie auch die neue Sprache schneller, als wir uns das denken.

So ist es auch bei uns. Wir haben noch nicht sehr viele französische Kontakte und sind auch sehr froh, wenn wir weiterhin in unserer Muttersprache reden können, aber wenn unser Nachbar zu Besuch kommt oder auch unterwegs mal ein Gespräch entsteht, dann lernt auch unsere Tochter automatisch mit. Und so kann es schon mal sehr schnell passieren, dass unsere Große ein Wort raushaut, dass wir ersteinmal gar nicht verstehen, bis wir dann umschalten und merken, dass es etwas Französisches ist.

Wir wissen jetzt schon, dass es mal sehr schnell gehen wird, dass unsere Tochter mehr auf der Kirsche hat als wir.

Eine Bekannte von uns ist Spanierin und hat einen englischen Mann. Sie haben viele Jahre in Deutschland gewohnt und mussten dann auch berufsbedingt nach Frankreich ziehen. Sie haben eine kleine Tochter und mit ihr haben sie zu Beginn deutsch und englisch gesprochen und nun sprechen sie englisch und spanisch mit ihr. Wir haben sie gefragt, wie sie das dann macht, wenn die kleine in die Schule muss. Und auch sie meinte daraufhin, dass man sich keine Gedanken machen müsse. Die Kinder lernen das von selbst. Und damit sollte sie auch Recht behalten, denn die Erfahrungen zeigen, dass Kinder sich sehr schnell anpassen und lernen was notwendig ist.

Und so hoffen auch wir, dass unsere sprachlichen Mängel auch nicht mehr so lang existent sind, denn unsere Tochter hat ein ziemlich gesundes Selbstbewusstsein und wird uns schon korrigieren. Und das seeehr oft 😊.

Du liest den Beitrag: Schulsystem im Ausland und was wenn mein Kind die Sprache nicht kann?

Wenn Hektik ein Fremdwort ist und Pünktlichkeit relativ

Ja die Franzosen sind eine gemütliche Natur und das ist für uns Deutsche immer nicht leicht zu verkraften. Gerade wenn man selbst besonders pünktlich ist. Weiterlesen

Ältere Beiträge